Sich beim Denken zusehen

Jede Woche beginnen wir unsere Achtsamkeits-AG mit einem kurzen Wochenrückblick: Gab es Momente im Alltag, die wir durch Achtsamkeitspraktiken anders erlebt haben?

In dieser Woche gab mir eine Schülerin einen Text, den sie für mich niedergeschrieben hatte. Darin reflektiert sie ihre Erfahrung mit einer Übung, die sie „Sich beim Denken zusehen“ nennt: Ich hatte die Gruppe gebeten, für ein paar Minuten die Augen zu schließen und sich der inneren Bilder und inneren Stimmen bewusst zu werden, die als permanentes Hintergrundrauschen in uns allen gegenwärtig sind. Dabei sollten Sie versuchen, sich nicht mit diesen zu identifizieren, sondern vielmehr die Rolle eines gelassenen Beobachters einzunehmen. Hier nun die Schülerin:

„Mit Achtsamkeit hatte ich eine gute Erfahrung, als mich vor ein paar Abenden mal wieder der übliche Selbstkritiker einholte, den ich so oft wegschiebe. Nach der Erfahrung in der AG ging ich an diesem Abend anders mit dem Kritiker um. Ich konnte ja sowieso nicht schlafen und deswegen saß ich nun eineinhalb Stunden im Bett und sah mir beim Denken zu. Für mich war das ein unglaublich leerendes und gutes Gefühl und ich schlief danach besonders ruhig. Außerdem hatte ich selbst am Morgen noch das Gefühl, als würde es nachhallen.“

Pindo

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