Pindo Down Under

Ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen. Seit etwa zwei Wochen lebe ich mit meiner Familie in Sydney, seit dem 18. Juli arbeite ich als Englischlehrer an der Cleveland Street Intensive High School im Stadtzentrum der australischen Metropole.

Ein Lehreraustausch hat mich hierher gebracht. Die ersten Planungen dafür begannen im Dezember 2014. Ein australischer Lehrer, Freund von Freunden, kam damals auf mich zu und erzählte mir von dem Programm, das vom Bildungsministerium in New South Wales angeboten wird. Es ermöglicht australischen Lehrkräften, mit Kollegen in Europa oder Amerika „das Leben zu tauschen“. Ich war gleich neugierig.

Ein erstes Skype zeigte dann, das unsere Familien sich gut vorstellen konnten, für eine Zeit das Quartier der jeweils anderen zu beziehen. Es folgten monatelange Anstrengungen, die Schulverwaltung in Berlin davon zu überzeugen, dass ein solcher Austausch sinnvoll sein könnte. Oft war ich entmutigt, aber im November 2015 kam tatsächlich die Zusage.

Die folgenden Monate gehören zum Anstrengendsten, was ich bisher erlebt habe. Mitten in einem auf Hochtouren laufenden Leben ergaben sich die folgenden Herausforderungen:

  1. Den  Ausstieg einer vierköpfigen Familie für ein Jahr zu planen: Flüge, Visa, Krankenversicherung, Schule für die Kinder, …
  2. Die eigene Wohnung in einen Zustand versetzen, der es einer anderen Familie ermöglicht, sich in ihr für ein Jahr wohl zu fühlen. Gefühlt 5 Tonnen Sachen haben wir in den vergangenen Monaten losgelassen.
  3. Die weiter laufenden Verpflichtungen in der Endphase des Schuljahres zu erfüllen, inklusive Leistungskursen im Abitur, Verabschiedung einer 10. Klasse als Klassenlehrer, Organisation und Betreuung einer Studienfahrt nach Spanien 2 Wochen vor unserem Abflug…
  4. Anschließend nicht – wie in den vergangenen Jahren – sehr sehr müde in Richtung Spanien aufzubrechen, um mich dort in langen 5 Wochen zu erholen, sondern stattdessen
  5. mit Sack und Pack ins winterliche Sydney (ja, es ist nachts kalt hier!) über zu siedeln und
  6. fünf Tage später an meiner neuen Schule meine neue Arbeitsstelle anzutreten.

1-5 sind abgehakt. Zu 6 bald mehr.

Pindo

 

4 Gedanken zu „Pindo Down Under

  1. eknad

    Dieses Jahr ist laut der chinesischen Astrologie das Jahr des Feuer-Affen und unsere Astrologie spricht von einem Mars-Jahr. Es liegt also enorm viel Energie in der Luft, die Projekte dieser Größenordnung tragen. Ich wünsche euch eine tolle Zeit.

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  2. Holger

    Hi Adrian, jetzt ist es schon soweit! Wie viel Zeit schon wieder vergangen ist, seit Ihr das am Parsteiner See erzählt habt. Da bin ich sehr gespannt auf weitere Berichte. Ich wünsche Euch dort eine schöne Zeit und viele positive Erfahrungen! LG, HZ

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  3. Bruno Broeking

    Lieber Adrian,

    sehr interessanter und schöner Beitrag. Wir warten auf die Anschlussberichte.

    Liebe Grüße – EB + BB aus Berlin –

    _____

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