Archiv der Kategorie: Schule

Achtsamkeit in den Worten Jugendlicher

Vergangene Woche habe ich in einer 9. Klasse an meiner Schule ein 6-wöchiges Achtsamkeitstraining abgeschlossen.

Im abschließenden anonymen Feedback tauchten die folgenden Sätze auf.

Achtsamkeit hilft mir, mein Leben intensiver und leichter zu leben.

In der Schule benutze ich die Übung oft, wenn ich im Unterricht sitze und ich von links und rechts angesprochen werde und mich nicht darauf konzentrieren kann, was vorne passiert. Dann achte ich kurz auf meine Atmung und setze den Fokus dann auf die Stimme des Lehrers.

Du lernst in dich selbst zu gehen und dir zu zu hören. Du nimmst vieles anders war, wenn du achtsam bist.

Ich benutze die Übungen, wenn ich mit jemandem streite und mich dann in seine Lage versetzen will.

Es ist eine perfekte Sache, um deinem Leben einen entspannteren Alltag zu verpassen.

Für mich ist das ein Moment, mich zu beruhigen und die Welt wahrzunehmen, weil mein Leben so schnell geht und ich diese Zeit brauche, eine Pause zu machen und alles zu genießen.

Wenn man achtsam ist, hört man auf seinen Körper und findet sich selbst.

Wenn meine Mutter in mein Zimmer kommt und ruft, dass ich irgendeine Aufgabe bewältigen soll, obwohl ich gerade selber beschäftigt bin, kann mich das sehr provozieren. Nun beruhige ich mich, indem ich auf meinen Atem achte oder dem Schlagen meines eigenen Herzens zuhöre…

Ich finde es toll, die Möglichkeit zu haben, durch die Achtsamkeit intensiver zu leben und mit mehr Freude und Gelassenheit an Dinge ranzugehen.

Mir hat die Einheit sehr gut gefallen und Spaß gemacht, und meine Sicht auf bestimmte Dinge hat sich positiv verändert.

Hör in dich hinein.
Fasse den Gedanken.
Sieh das Positive.
Sei achtsam.
Es war toll.

Danke. Das Training hat auch mir große Freude bereitet.

Pindo

Achtsamkeitarbeit an der FEO Berlin – ein Zwischenresümee

Muscheln am Strand

Muscheln an einem galicischen Strand – Symbol meiner Achtsamkeitsangebote am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Berlin

Seit zwei Wochen läuft am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Berlin in meiner 9. Klasse ein Basistraining Achtsamkeit. Die etwa 30 Schülerinnen und Schüler  kommen noch bis Weihnachten einmal pro Woche freiwillig eine Stunde früher und lassen sich von mir in die Praxis des Achtsamen Entspannens, Hörens, Sehens, Wahrnehmens des Positiven und Ziele Setzens einführen. Sie sind sehr aufmerksam und probieren  die Techniken neugierig und mit großer Ernsthaftigkeit aus. Albernes Kichern fehl am Platz. Niemals muss ich disziplinierend eingreifen. In den Feedbackrunden sind sie noch etwas schüchtern. Die entspannten, dankbar lächelnden Gesichter, die die meisten von ihnen am Ende der Sitzungen zeigen, sprechen aber für sich. Dann die Bestätigung am Elternsprechtag vergangenen Mittwoch. Mehrere Eltern kommen extra zu mir, um mir für die Arbeit mit ihren Kindern zu danken. Eine Mutter berichtet begeistert, ihr Sohn mache mit der ganzen Familie am Abendbrottisch  Achtsamkeitsübungen. Sie ist fasziniert von dieser Entwicklung – und von der Wirkung, die sie selbst verspürt.

Die Eltern der Schule haben mich nun mehrfach gebeten, auch ein Angebot speziell für sie zu machen. Nun findet es tatsächlich statt: Am 10. Januar biete ich die Abendveranstaltung „Achtsam ins Neue Jahr“ an. Darin möchte ich in einige grundlegende Techniken einführen und zeigen, wie diese zu Ankerpunkten für ein entspannteres Zusammenleben in der Familie werden können.

Seit meinen ersten Experimenten mit Achtsamkeit hat sich an meiner Schule einiges getan:

  • Etwa 120 Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Jahren mit mir mehrwöchige Basistrainings absolviert und sehr positiv darauf reagiert;
  • Montags und freitags treffen sich in der Mittagspause regelmäßig zwischen 5 und 15 Jugendliche und Erwachsene, um miteinander eine Viertelstunde zu meditieren;
  • Zur Achtsamkeits-AG kommen nun im 4. Jahr diejenigen Schülerinnen und Schüler, die wirklich tief eintauchen möchten und faszinieren mich mit ihrer Begeisterung und Ernsthaftigkeit;
  • 4 Kolleginnen und Kollegen haben die von Fokus Achtsamkeit organisierte Fortbildung zum Achtsamkeitstrainer / zur Trainerin mitgemacht, die ich gemeinsam mit Sabine Heggemann im Frühjahr 2016 in Berlin durchgeführt habe.

Es kommt immer wieder vor, dass ich unzufrieden bin: Die positiven Erfahrungen lösen in mir Ungeduld aus. Ich suche nach Wegen, die Arbeit im größeren Rahmen anzubieten, weil ich davon überzeugt bin, dass wir unseren Schülerinnen und Schüler heute kaum etwas Wertvolleres vermitteln können, als eine achtsame Grundhaltung. Sie bietet den Jugendlichen die Chance zu einem intensiveren Kontakt mit sich selbst, die Möglichkeit, in der heutigen Welt mit all ihren besorgniserregenden Entwicklungen mental und physisch gesund zu bleiben, die Klarheit, dass sie selbst wertvolle Mensch sind, die diese scheinbar so unvollkommene Welt ein wenig besser machen können, indem sie sich auf den spannenden Weg begeben, die bestmöglichen Menschen zu werden, die sie selbst- und nur sie selbst – sein können.

Natürlich könnte alles viel größer, wichtiger, spektakulärer sein. Dennoch weiß ich, dass die vielen kleinen Akzente, die ich an meiner Schule setzen kann, schon jetzt wertvoll sind. Und das erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Pindo

 

Blick eines Schülers auf den Schweinehund

Einer meiner Schüler berichtete kürzlich in der Mind the Music – AG von  seinem achtsamen Umgang mit dem inneren Schweinehund. Ich war so beeindruckt, dass ich ihn bat, seine Gedanken zu verschriftlichen. Hier ist das Resultat:

Für mich war es früher immer sehr schwer meinen inneren „Schweinehund“ zu überwinden. Ich will damit nicht sagen, dass ich nur faul rumgelegen habe, aber ich habe z.B. meine Pflichten immer sehr unmotiviert und schlecht gelaunt erledigt. So ging mir das manchmal sogar bei Hobbies, obwohl mir die ja eigentlich Spaß machen müssten.

Als Sie uns dann Achtsamkeit gezeigt haben, war ich erstmal ganz normal interessiert und habe  geguckt, ob das wirklich was für mich ist. Anfangs ging ich noch gar nicht davon aus. Nach den ersten positiven Erfahrungen kam ich in die AG, das war dann auch für mich die schwerste Zeit, da der Kritiker in mir immer wieder aufhören wollte. Irgendwann hatte ich dann eine richtig intensive Erfahrung und da habe ich gemerkt, dass ich danach viel klarer denken konnte und viel fokussierter war. Das half mir dann auch, meinen „Schweinehund“ zu überwinden: Ich habe ihn einfach immer wieder angeguckt, so, wie Sie uns das beigebracht haben und ich habe geguckt, ob da noch andere Gefühle sind.

So ähnlich mache ich das jetzt immer, wenn ich den Fokus verliere oder wenn ich schlecht gelaunt bin. Jetzt fällt mir das auch schon viel leichter als früher, und ich kann spontan aufkommende Gefühle, wie Wut und Ärger besser unter Kontrolle bringen. Früher war mir das nie gelungen, wenn ein Wutausbruch etwas heftiger wurde. Für diese Sachen benutze ich Achtsamkeit heute eigentlich immer und ich habe dadurch eine ganz neue Lebensqualität erlangt.

M.H.

Auf dem Weg zur achtsamen Schule

Die westliche Neurowissenschaft hat in den vergangenen Jahren nachgewiesen , dass Achtsamkeit für den einzelnen Menschen wie auch für die gesamte Gesellschaft von größter Bedeutung sein kann: Menschen mit einer eigenen Praxis tun etwas für ihre eigene körperliche und geistige Gesundheit und zeigen mehr Empathie für ihre Mitmenschen. In einem meiner letzten Blogeinträge habe ich mehr darüber geschrieben.

Das WARUM ist also zweifelsfrei geklärt. Achtsamkeitsarbeit in der Schule ist von höchster gesellschaftlicher Relevanz. In unserer Zeit der Wissenschaftsgläubigkeit ist diese Erkennntnis sehr bedeutsam. Sie gibt allen Menschen, die wie ich daran arbeiten, Schule mit Achtsamkeit zu transformieren, eine wichtige Argumentationsbasis und eine sichere Grundlage für unser Handeln.

Damit stellt sich die Frage des WIE? Wie kann es gelingen, eine nachhaltige Achtsamkeitskultur in einer Schule zu etablieren? Nach vier Jahren eigener Erfahrungen mit diesem Projekt stelle ich die folgenden Thesen als Zwischenfazit meiner Arbeit zur Diskussion:

  • Schule ist eine Gesellschaft, in der Menschen (Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern) miteinander leben und arbeiten. Diese Gesellschaft lebt in einer chronischen Krise, weil sie die Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht erfüllt. Sie steht unter permanenter Beobachtung, wird fortlaufend kritisiert und  durch Einflussnahme von außen willkürlich verändert.
  • Beobachtung, Kritik und Einflussnahme belasten die schulische Gesellschaft sehr. Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Schülerinnen und Schüler fühlen sich überfordert und nicht wertgeschätzt . Viele reagieren auf weitere Reformvorschläge von außen zynisch oder zumindest mit einem grundsätzlichen Misstrauen.
  • Achtsamkeit kann man nicht VERSTEHEN, ich kann niemanden von Achtsamkeit ÜBERZEUGEN. Wenn ein Mensch nicht bereit ist, Achtsamkeit zu ERFFAHREN und dadurch ihre Bedeutung für sich selbst zu entdecken, dann bleibt sie für ihn banal.
  • Achtsamkeit ist eine besondere Form der Wahrnehmung von Wirklichkeit, die erlernt werden kann und regelmäßig praktiziert werden muss, wenn sie nicht wieder verloren gehen soll.
  • Eine Achtsamkeitspraxis hat notwendigerweise zwei Komponenten:
    • eine FORMELLE Praxis, in der ich die neue Form der Wahrnehmung wie in einer Art geistigem Fitness-Studio täglich trainiere,
    • eine INFORMELLE Praxis, bei der ich das Trainierte in meinen Alltag einfließen lasse und dann feststelle, wie ich mich Schritt für Schritt verändere.

Aufgrund dieser Überlegungen ergeben sich für mich die folgenden Bausteine für eine achtsame Schulkultur:

  • In einer achtsamen Schule haben Lehrer, Schüler und Eltern die Möglichkeit, Achtsamkeit regelmäßig FORMELL zu praktizieren. Die Schule organisiert regelmäßig
    • Einführungsveranstaltungen (z.B. viermal im Schuljahr), in denen die Grundlagen der formellen Praxis vermittelt werden.
    • (möglichst tägliche) kurze Zeitfenster für eine kurze formelle Praxis zwischendurch, z.B.
      • eine „achtsame Viertelstunde“ in der Mittagspause
      • Sitzmeditationen vor Konferenzen.
  • Lehrerinnen und Lehrer beeinflussen mit ihrem Handeln eine Schule nachhaltig. Insofern kommt ihnen beim Aufbau einer Achtsamkeitskultur eine besondere Bedeutung zu. Bei allen Angeboten für sie steht der Gedanke des „Sorgens für mich selbst“ im Vordergrund:
    „Mit Achtsamkeit kann ich etwas für mich tun, indem ich lerne, der Wirklichkeit, die ich nicht ändern kann, anders zu begegnen.“
  • Alle Angebote für Lehrerinnen und Lehrer sind freiwillig. Die Praktizierenden unter ihnen treten in Austausch darüber, wie sie ihre tägliche Routinearbeit mit Elementen informeller Praxis transformieren und stützen sich so gegenseitig.
  • Besonders interessierte Lehrerinnen und Lehrer werden ermuntert und finanziell dabei unterstützt, eine Fortbildung zum Achtsamkeitstrainer für Jugendliche zu machen. Das bei uns eingesetzte Programm Mind the Music ist dabei eine von mehreren Möglichkeiten.
  • Zertifizierte Lehrkräfte informieren ihre Klassen über das Programm. Eltern und Schüler/innen entscheiden gemeinsam, z.B. mit Zweidrittelmehrheit, über ihre Durchführung.
  • Vereinbarte Klassenprogramme sind für alle verpflichtend, aber zeitlich begrenzt. Dadurch wird gewährleistet, dass alle Schülerinnen und Schüler die Erfahrung der Achtsamkeit zunächst einmal machen müssen. Anschließend können sie für sich entscheiden, ob das „etwas für sie ist“.
  • Die Klassenprogramme sollten die Heterogenität der Klassen berücksichtigen, z.B. durch Übungsangebote für verschiedene Typen, etwa in Form von Achtsamkeit in Stille und in Bewegung
  • Ein Ziel der Programme besteht darin, kurze Achtsamkeitsrituale für den Unterricht einzuüben (5 Minuten zu Stundenbeginn, 3 Minuten vor einem Phasenwechsel, …)
  • Besonders interessierte Schülerinnen und Schüler erhalten das Angebot, an einer wöchentlich stattfindenden Achtsamkeits-AG teilzunehmen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich:

Menschen, die Achtsamkeit in Schule bringen möchten, müssen auf sich aufpassen. Gerade weil wir wissen, wie wichtig unsere Arbeit gesamtgesellschaftlich ist, laufen wir Gefahr, frustriert zu reagieren, wenn andere das nicht verstehen wollen, und so kann es passieren, dass die Aufgabe, die wir uns selbst stellen, uns niederdrückt.

Soryu Forall, der Begründer von Mind the Music, sagte mir vor einigen Monaten einmal:

„Gehe Schritt für Schritt und achte darauf, dass jeder Schritt, den du gehst, in sich stimmig ist und seine Daseinsberechtigung nicht erst durch den nächstfolgenden erhält.“

Jeder Schritt, und sei er noch so klein, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der erste Schritt ist der der eigenen Praxis. Wer Achtsamkeit praktiziert und die Schule zu seinem Ort der informellen Praxis macht, der verändert sich, und damit verändert er letztlich  auch die Schule.

Pindo

Neurowissenschaft, Achtsamkeit und ein Auftrag

Die Erforschung von Achtsamkeit mit den Methoden westlicher Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren beeindruckende Ergebnisse hervor gebracht. Inzwischen liegen gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse über den enorm positiven Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit des Menschen vor.

Regelrecht spektakulär sind die Ergebnisse des Resource-Projekts, dem weltweit größten Forschungsprojekt zur Meditation,  das Tania Singer in den vergangenen Jahren am Max Planck Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig auf den Weg gebracht hat. Singers Forschungsteam zeigt, dass meditierende Menschen ihr Gehirn so umbauen, dass sie empathiefähiger werden.

Die Konsequenz: Egoistisches Denken, das die Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden dominiert und in unserem Zeitalter des globalisierten Kapitalismus mächtiger denn je erscheint, ist also prinzipiell überwindbar. Tania Singer ist davon so überzeugt, dass sie gemeinsam mit anderen Persönlichkeiten einen regelrechten Feldzug gegen die vorherrschende These, der Mensch sei zuallererst ein Homo Oeconomicus, führt und dabei selbst auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Gehör findet. Für mich ist dies eine der wenigen Nachrichten, die mich derzeit mit ein wenig Hoffnung bezüglich der Zukunft unserer Spezies erfüllt.

Heruntergebrochen auf den Mikrokosmos der Schule leite ich aus den Erkenntnissen eine klare Legitimation, wenn nicht einen Handlungsauftrag für unsere Achtsamkeitsarbeit ab:

Wenn wir Schülerinnen und Schüler in achtsamer Wahrnehmung trainieren, dann helfen wir ihnen, sich selbst und den anderen mit mehr Empathie zu begegnen. Damit legen wir letztlich die Grundlage für eine bessere Zukunft.

Wissenschaftlich erwiesen – PUNKT

Wie kann aber eine nachhaltige Verankerung von Achtsamkeitsgedanken in ener öffentlichen Schule aussehen? Damit beschäftigt sich ein anderer Blogeintrag.

Pindo

 

 

Achtsamkeit und Gymnasium – geht das?

Vor etwa vier Jahren habe ich damit begonnen, das Thema Achtsamkeit in die Öffentlichkeit meiner Schule zu bringen. Seitdem ist einiges passiert. Die folgende Auswahlliste vermittelt einen Eindruck.

Ich habe die Trainerbefähigung für drei jugendorientierte Achtsamkeitsprogramme, Mind the Music, Modern Mindfulness und .b – Mindfulness in Schools, erworben und sie mit Schülergruppen erprobt.

Weit über 100 Schülerinnen und Schüler haben an mehrwöchigen Achtsamkeitstrainings teilgenommen, weitere ca. 50 Schülerinnen und Schüler an eintägigen Workshops im Rahmen von Projekttagen.

Mein aktueller Leistungskurs Englisch hat sich einstimmig dafür entschieden, ein Achtsamkeitsprogramm als Vorbereitung auf das Abitur zu durchlaufen.

Ich leite eine Achtsamkeits-AG, in der wöchentlich Schülerinnen und Schüler zusammen kommen. Die Gruppe ist klein (derzeit 4-8 Teilnehmer/innen), das Niveau, auf dem die dort versammelten jungen Experten arbeiten, dafür umso faszinierender. Mehrere Einträge in diesem Blog zeugen davon.

Zweimal die Woche treffen sich Kolleg/inn/en und Schüler/inn/en zur Achtsamen Viertelstunde, einer kurzen Sitzmeditation im Auge des Sturms unserer Mittagspause

Seit kurzer Zeit organisieren wir ein Sitzen in Stille vor den Gesamtkonferenzen.

Die organisierte Elternschaft unterstützt die Arbeit sehr und hat vorgeschlagen, den Begriff „Achtsamkeit“ im Leitbild der Schule zu verankern.

Seit Januar 2016 nehmen 4 Kolleginnen und Kollegen an der von Fokus Achtsamkeit organisierten Lehrerfortbildung zum Programm Mind the Music teil.

Bei mir erzeugt diese Rückschau ein tiefes Gefühl der Freude und der Dankbarkeit so vielen Menschen gegenüber:

meiner Schulleitung, die mich einfach mal hat machen lassen,
den Schülerinnen und Schülern, die sich öffnen und auf den Weg begeben,
Kolleginnen und Kollegen, die mich ermutigen, mittun und unter denen vier nun zu ganz aktiven Mitstreitern werden,
Eltern, die mit Wohlwollen und Dankbarkeit auf diese Arbeit reagieren, die ja zunächst einmal an einem Gymnasium eher exotisch wirkt, …

Wir alle miteinander haben in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht:

Achtsamkeit und Schule – ja das geht!

Pindo